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Herzlich willkommen

auf der Website meiner Wiener Agentur für Direct Mail Fundraising. Meine Firma besteht seit dem Frühjahr 2000 und ist ausschließlich im Spendenmarketing tätig. Unter dem Menüpunkt "Direct Mail Fundraising" informiere ich Sie gerne darüber, was ich für Sie tun kann.

Für mich selbst ist die Sympathie zu Ihren Zielen die wichtigste Motivationsquelle. Im Gegensatz zum Mitbewerb sponsern bei Fontanari Ihre Spender nicht zuallererst Druckereien und Agenturen, sondern Ihr Projekt. Dies wird durch die schmale und kosteneffiziente Struktur meiner Firma möglich. Effizienz geht bei meinen Kooperationspartnern und mir vor Masse.

Die Entwicklung als Firma aus einem EDV-Dienstleister heraus bringt für Sie weitere wesentliche Vorteile. Ich verfüge nämlich über meine eigene Fundraising-Software, die Sie und mich unabhängig macht.

Viel Erfolg wünscht,

Ihr

Thomas Fontanari

NEWS:

17.2.2017: Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Wieder ein verspäteter Jahresrückblick. Und ein persönlicher. Aber warum überhaupt etwas schreiben, wenn man nicht zumindest ein bisschen auf die Seiten blutet? Wozu bedeutende Autoren kleinen Schreibern wie mir seit jeher raten. Oder in diesem Fall sollte ich vielleicht besser Freudentränen ins Internet vergießen.

2016 war nämlich das bisher mit Abstand beste Jahr in meinen mittlerweile 16 Jahren als selbständiger Fundraiser. Die konsequente Aufbauarbeit seit der Jahrtausendwende hat sich bezahlt gemacht. Für alle. Neue Klienten konnten den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um knapp 100% steigern. Seit längerem bestehende um ein Drittel oder sogar mehr. Der Grund dafür ist, dass die relativ neuen zufällig gleichzeitig am selben Punkt angekommen sind, den jene, die seit Beginn dabei sind, bereits erreicht haben: Bei einer gesunden Größe des sog. "Housefiles" an bisherigen Spendern. Möglichst elitär von der Einsatzbereitschaft her. Nicht aufgebläht durch dem impulsiven, gelegentlichen Kleinspender.

Ich habe nie verstanden, warum ich mit 300.000 Briefen und emotionaler Erpressung statistisches Würfelspiel in der Hoffnung auf kleine Gewinne betreiben sollte. "10.000 Euro ausgeben, um 11.000 einzunehmen", wie es ein Fundraisingkritiker aus der NGO-Szene einmal mir gegenüber formuliert hat. Außer man möchte an Kooperationen mit Druckereien, Adressverlagen und Beilagenträgern verdienen. Was ich, um das auch mal öffentlich zu sagen, obwohl öfter angetragen im Interesse einer objektiven Beratung stets abgelehnt habe. Bei mir führen die besten mir bis zu diesem Zeitpunkt bekannten Partner Ihre Projekte aus und Punkt.

Lieber hebe ich also mit nur 3.000 Briefen die Welt zumindest ein kleines Stückchen weit aus den Angeln. Was mir letztes Jahr eben bis zum Rekord gelungen ist.

Zu Jahresende glaubte ich, so wie üblich nach der für alle in der Ersten Welt immer besinnungsloseren Zeit im Advent, etwas ausspannen zu können. Daraus wurde nichts, da sich zwei Klienten, und damit ich, vor neue Herausforderungen gestellt sahen. Es galt im vollen Lauf ins neue Jahr durchzuziehen. Was ebenfalls zu meiner großen Freude klappte.

So konnten wir einerseits gemeinsam einer vorerst mit Anfangsschwierigkeiten konfrontierten internationalen Expansion zum Durchbruch verhelfen. Es ist immer schwierig, für ein österreichisches Projekt im Ausland zu sammeln. Aber der Klient gewann eine starke Unterzeichnerin, die in der Zielgruppe höchstes Ansehen genießt. Zusammen mit einem starken Brief, der dankenswerterweise freigegeben wurde, weist sie den richtigen Weg in eine internationale Zukunft.

Andererseits war eine mir besonders am Herzen liegende Klientenorganisation durch ein externes Ereignis in eine schwierige Lage geraten. Diese konnte ich mit einem "Notfallbrief" rasch beheben. Mittlerweile ist bereits im Februar der Gewinn des gesamten Vorjahres erzielt. Trotz des ernsten Anlasses war ich gespannt darauf, zeigen zu können, was Fundraising kann, wenn es eng wird. Ich bin neugierig, in welche Höhen uns dieses Jahr noch führt und was alles über die Bereinigung der Notlage hinaus noch möglich wird.

Wie oben bereits angeklungen, ist trotz aller Erfolge und des für einen Selbständigen bis zu einem gewissen Maß unumgänglichen Selbstlobs weiter Bescheidenheit angebracht. Bei aller fachlichen Finesse und Sorgfalt bin ich stets auf das Vertrauen der Klienten in mich sowie jenes der Spender in die Klienten angewiesen. Fundraising ist immer ein Teamerfolg und ich bin nur einer der Akteure. Ohne die Klienten, die sämtlich bei ihren Unterstützern vollstes Vertrauen und Rückhalt genießen, würde sich nichts bewegen. Dazu kommt beim einen die besagte populäre Unterzeichnerin. Andernorts z. B. der Vereinsgeschäftsführer, der in der Not bereit ist, sich in einem Massenbrief den Spendern emotional und finanziell völlig zu öffnen. Oder der Aktivist, der mittlerweile mit seinem unerreichten Energiepegel eine fast schwindelerregende Anzahl an qualitativ jeden beeindruckenden Projekten hochgezogen hat, für welche die Menschen gerne spenden.

Deshalb: danke, danke, danke an alle irgendwie beteiligten. Und danke, dass ich für Dich bzw. für Sie Arbeit mit Sinn leisten darf. Ich bin schon neugierig, wie sich das Jahr weiter entwickelt.

Thomas Fontanari

Sollten Sie noch nicht glücklicher Klient und an alternativem Direct Mail Fundraising interessiert sein, dann steht ihnen mit meinem E-Book "Klasse statt Masse" auf amazon eine kompakte Einführung in meine Methodik zur Verfügung. Auf der Kontakt-Seite dieser Website finden Sie alle Daten, um sich mit mir persönlich in Verbindung zu setzen.

 

6.12.2016: Das Ende des iTANs

Seit ein paar Jahren wird bei immer mehr österreichischen Banken das Unterzeichnen von Überweisungen und diverser anderer Bankgeschäfte mittels iTAN im Onlinebanking abgeschaltet. Unter "iTAN" versteht man eine "indizierte TAN-Liste", also einen Zettel mit durchnummerierten Freischaltcodes. Dieser gilt als weniger sicher als die neueren Verfahren mTAN bzw. Sm@artTAN (auch als "secTAN" u. dgl. bezeichnet). Bei ersterem erhält man den Code aufs Mobiltelefon. Den Sm@artTAN kann man mittels einer Kundenkarte und einem taschenrechnerähnlichen Gerät generieren.

Nun wird diese Umstellung auch bei der für Spendenempfänger interessanten BAWAGPSK nachvollzogen. Die iTANs gelten dort nur mehr bis 18. Jänner 2017. Kunden müssen auf m- bzw. Sm@rtTAN umsteigen.

Thomas Fontanari

5.12.2016: Spendenabsetzbarkeit neu... neu

Mit 1.1.2017 treten für Organisationen, welche die Spendenabsetzbarkeit genießen, durch die verpflichtende automatische, elektronische Spenderdatenübermittlung erhebliche Neuerungen in Kraft.


Die wichtigsten Punkte aus Sicht der NPOs:

Übermitttlungspflicht: Die Spendenbegünstigte Organisation ist verpflichtet, die Spenderdaten unaufgefordert und pünktlich über FinanzOnline zu übermitteln, wenn vom Spender zumindest folgende Daten vorliegen: Vorname, Nachname, Geburtsdatum.

vbPK SA: Der Spendenempfänger muss an das Zentrale Melderegister eine Abfrage stellen und erhält so das "verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen". Mit diesem kann man dann die Spendendaten an die Finanzverwaltung übertragen. Die Abfrage ist kostenlos.

Betriebsausgaben: Firmen können Spenden an Spendenbegünstigte Organisationen als Betriebsausgabe verbuchen. Diese Spenden sind nicht von der Spenderdatenübermittlung betroffen und müssen weiterhin vom Spender selbst geltend gemacht werden.

Zustimmungserklärung/Opting Out: Eine Zustimmungserklärung ist für ab dem 1.1.2017 getätigte Spenden nicht notwendig. Im Gegenteil, siehe oben, die Organisation hat die Daten sogar zu melden. Der Spender kann auch nicht im Nachhinein die Übermittlung untersagen. Liegen die erforderlichen Daten für die Meldung allerdings bereits vor dem 1.1.2017 komplett vor, so ist dem Spender die Möglichkeit eines "Opting Outs" einzuräumen. Nützt er dies nicht, so gilt für die NPO künftig die Übermittlungspflicht.

Onlinebanking/Überweisungsträger: Eine eigene Eingabemaske in den Onlinebankingsystemen der Banken ähnlich wie bei der Finanzamtszahlung wird es voraussichtlich nicht geben. Sehr wohl geben wird es jedoch einen speziellen Überweisungsträger zur Erhebung der Daten. Die reprofähige Vorlage ist bei der STUZZA, dem Normungsinstitut für den österreichischen Zahlungsverkehr, käuflich erhältlich.

Nachmeldungen/Korrekturen: Die Spenden empfangende Organisation ist unbefristet verpflichtet, Nachmeldungen bzw. Korrekturen an die Finanzverwaltung zu übermitteln, z. B. wenn die Spende dem Spender zurückgezahlt wird.

Update 28.2.2017:
Zumindest im "Electronic Banking (ELBA)" der Raiffeisenbanken gibt es ab sofort zur Unterstützung der spendenbegünstigten Organisationen und der Spender doch eine Belegart "Online Spenden". In der entsprechenden Maske werden personenbezogene Daten wie das Geburtsdatum automatisch vorausgefüllt und an den Empfänger übermittelt.

Thomas Fontanari

13.8.2016: Preissteigerung bei schwereren Briefen ab 2017

Bei den vollfrankierten Sendungen wird sich die Post ab 1.1.2017 noch stärker verteuern als bei der Sponsoring.Post. Beim Standardbrief bis 20g bleibt national und international der Preis gleich (0,68 bzw. 0,80 Euro), darüber wird aber z. Tl. erheblich mehr zu bezahlen sein. Die Tarifstufen "Standard Plus", "Maxi", "Maxi Plus" und "Großbrief" werden verschwinden und durch einen Brief "M" bis 75g ersetzt, der national 1,25 Euro und international 1,75 Euro kosten wird ("Standard Plus" bis 50g bislang 1 bzw. 1,50 Euro).

Über 20g wird es bis 2kg nur mehr sog. "Päckchen" in den Tarifen "S" und "M" geben. Unter "Päckchen" versteht die Post schwerere, größere Briefe, die nicht eingeschrieben sind und in den Briefkasten passen. Über 2kg bzw. einer Maximalgröße ist dann das Produkt "Paket" zu verwenden. Die "Päckchen" werden 2,50 bzw. 4 Euro kosten.

Die Post hat die neuen Tarife hier auf ihrer Website online gestellt.

Thomas Fontanari

12.8.2016: Rollende Verteuerung der "Sponsoring.Post"

Die Post kündigt bereits jetzt für die nächsten drei Jahre rollende Preisanhebungen bei ihrem "Sponsoring.Post" Tarif an. Der Tarif wird erstmals am 1.1.2017 verteuert (z. B. von dzt. 170,70 Euro für 1.000 Briefe bis 20g auf dann 180,56 Euro), dann wieder ab 1.1.2018 (185,98 Euro für 1.000 Stk. 20g Briefe) und zuletzt am 1.1.2019 (191,56 Euro). Eine detaillierte Preisliste für die nächsten drei Jahre findet sich  hier.

Parallel dazu wird auch das sog. "Jahresentgelt" angehoben. Die Rücksendegebühr bleibt gleich.

Weiters wird es zwei zusätzliche Neuerungen geben.

Die Tarife werden für Organisationen mit und ohne Spendenabsetzbarkeit unterschiedlich sein. Organisationen mit Spendenabsetzbarkeit werden einen etwas günstigeren Tarif erhalten, der aber ebenfalls über dem heutigen Preis liegen wird (2017: 177,05 Euro, 2018: 178,82 Euro, 2019: 180,61 Euro). Eine detaillierte Preisliste für die nächsten drei Jahre findet sich  hier.

Zweite Neuerung wird ein Tarif "Sponsoring.Post Express" sein. "Sponsoring.Post" Sendungen werden dann, wenn bei der Versandvorbereitung gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, binnen max. zwei Tagen anstatt sonst fünf zugestellt. Informationen dazu stellt die Post auf Ihrer Website bereit. Der Preis beträgt zusätzliche 55,60 Euro zum jeweiligen Beförderungsentgelt.

Thomas Fontanari

18.2.2016: Umstellungen im Bankensystem

Seit Monatsbeginn sind mehrere Umstellungen im österreichischen und europäischen Bankensystem in Kraft.

Zunächst einmal zieht die BAWAG/PSK mehrere Unterinstitute was den BIC betrifft zusammen. Der BIC für Konten vormaliger PSK-Kunden, der Sparda-Bank und der Verkehrskreditbank wird auf den der ursprünglichen BAWAG-Konten, nämlich BAWAATWW, geändert. Dieser neue BIC gilt seit Monatsbeginn. Überweisungen mit dem alten BIC auf Konten bei den genannten drei Banken werden nur mehr bis 30.6.2016 durchgeführt. Für ehemalige BAWAG-Kunden, solche die ihr Konto erst nach der Fusion bei der BAWAG/PSK eröffnet haben und Kunden der Easybank, welche ebenfalls zum Konzern gehört, ändert sich nichts.

Weiters wird der beleghafte Zahlungsverkehr (also v.a. jener mit den seit der SEPA-Umstellung "Zahlungsanweisung" genannten Erlagscheinen) ebenfalls seit Monatsbeginn bei allen österreichischen Banken auf Automatik umgestellt. Das bedeutet, dass Zahlungsanweisungen künftig ausnahmslos von einer Maschine gescannt und dann rein elektronisch weiterverarbeitet werden. Eine Übermitttlung des Scans der ausgefüllten Zahlungsanweisung an den Zahlungsempfänger ist nicht mehr vorgesehen. Da diese Umstellung noch bei keinem der von mir betreuten Spendenkonten durchgeführt ist, vermute ich, dass eine beleghafte Zahlung künftig auf Empfängerseite wie eine Online-Banking-Zahlung aussehen wird. Das Normierungsinstitut der österreichischen Banken (STUZZA) hat Gestaltungsrichtlinien für Zahlungsanweisungen erlassen, damit diese möglichst vollständig und verlässlich eingelesen werden. Es wird empfohlen, sich genau an diese Richtlinien zu halten.

Ein aktuelles Update der Gestaltungsrichtlinien trägt auch dem Umstand Rechnung, dass wiederum seit Monatsanfang der BIC für Überweisungen im SEPA/EWR-Raum nicht mehr notwendig ist. Für Überweisungen im Inland galt dies bereits seit 1.2.2014. Es wird deshalb angeraten, den BIC bei Zahlungsanweisungen gar nicht mehr einzudrucken, da diese ohnehin nur im Inland verwendet werden können.

Thomas Fontanari

6.2.2016: Jahresrückblick 2015 und Ausblick 2016

Ein etwas später Jahresrückblick. Nicht nur, weil die Spenden auf die letztjährigen Aktionen hin noch nicht ganz verebbt sind. Sondern auch aus dem selben Grund, weshalb die Selbstbejubelung im Sommer diesmal ausblieb: es ist bei mir so viel wie noch nie los.

Da wären zunächst einmal zwei neue Klienten, mit denen ich gemeinsam ihr Fundraising in kurzer Zeit erfolgreich von Null weg aufbauen konnte. Beide über Empfehlung bestehender Klienten hinzugetreten, die selbst bereits bis zu 15 Jahre an Bord sind. An dieser Stelle deshalb ein Dankeschön an alle, die mir seit jeher vertrauen, alle die unterwegs eingestiegen sind und v.a. an die Neuen. Über die ich mich natürlich besonders freue.

Seit längerem bestehende Fundraisingprojekte baute ich parallel zu den neuen wieder weiter aus. Im Rahmen meiner Strategie der realistischen Expansion und der Bevorzugung der Klasse vor der Masse stets im finanziellen Plus für die Klienten.

Für Abwechslung und interessante Herausforderungen sorgten 2015 zudem einige kleinere Projekte. So durfte ich u.a. für ein originelles Buchprojekt das Korrespondenzbüro machen und mit meinen Adressbeständen, wie ich meine zum Teil entscheidend, in Wahlkämpfe eingreifen.

Wermutstropfen gibt es natürlich auch. So gelang es mir 2015 wieder nicht, einem tollen Behindertenprojekt den nötigen Rückhalt bei privaten Spendern zu verschaffen. Die gesellschaftliche Unterstützung für Behinderte ist in den letzten Jahrzehnten weitgehend erodiert. Diese Hürde kann ich mit allem Einsatz und Können nicht überwinden. Zum Glück weiß sich der Klient selbst zu helfen und betreibt bei regionalen mittelständischen Unternehmen sehr geschickt Sponsoring. Diese springen großzügig ein. Wofür wir alle dankbar sind und was ich ausdrücklich anerkennen möchte.

2016 verspricht also viel: Erfolge für den guten Zweck und gleichzeitig einige Herausforderungen. Im Blog angesprochene Mailings um die Jahreswende haben stark abgeschnitten. Und für einen heißen Sommer von Juni bis August steht bereits der Fahrplan. Die Firma Fontanari feiert 2016 ihr 15-jähriges Bestandsjubiläum und die Arbeit macht mir selbst nach 15 Jahren als Selbständiger Spaß wie noch nie.

Viel Gutes geschah und wird weiter geschehen für jene, denen die Projekte meiner Klienten helfen. Egal ob es sich um orientierungslose Jugendliche, Familien, Behinderte oder medial totgeschwiegene Verfolgte handelt.

Viel Gutes widerfährt ebenfalls meinen Klienten, die ihre Arbeit gerne tun und denen ein halbwegs anständiges, pünktliches Gehalt zusteht. Im NGO-Bereich keine Selbstverständlichkeit. Gilt doch z. B. für Vereine kein Mindestlohn und werden bei Non-Profits Mitarbeiter so rasch wie in keiner anderen Branche auf prekäre Arbeitsverhältnisse abgedrängt.

Und viel Gutes kommt schließlich indirekt bei mir an. Weil ich von einer Arbeit, die ich ebenfalls gerne mache und die Sinn hat, ja oft sogar unersetzlich ist, leben kann.

Deshalb vergesse ich nie, dass es all das, was wir in den letzten 15 Jahren bewirkt haben, ohne einen nicht geben würde: den meist anonym bleibenden Spender. Jemand der nicht nur, wie so viele andere, nickt und redet. Sondern seine Brieftasche zückt und ohne jede Gegenleistung für sich selbst entscheidend hilft. Ihm werde ich weiterhin durch meine Arbeit in Wort und Tat Respekt zollen. Danke!

Also, wir sehen uns spätestens im Sommer, wenn Sie den Briefkasten leeren.

Ihr,

Thomas Fontanari

10.6.2015: Spendenabsetzbarkeit durch Bürokratie gefährdet

Im Bereich der Spendenabsetzbarkeit droht mit der automatischen Arbeitnehmerveranlagung eine erhebliche Belastung spendensammelnder NGOs. Der Fundraisingverband protestiert zu recht und sieht in einer Stellungnahme zahlreiche Probleme:

 http://www.fundraising.at/LinkClick.aspx?fileticket=1tAwf0s6tWY%3d&tabid=323&language=de-DE

Begünstigte Organisationen, welche die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an sie zuerkannt bekommen haben, sollen künftig dazu gezwungen werden, die Daten der Spender elektronisch an die Finanzverwaltung zu melden. Nur so sollen die Spenden künftig abgesetzt werden können.

Eine der vielen Schwierigkeiten dabei ist, dass auf diesem Weg nur Absetzbeträge von Lohnsteuerpflichtigen geltend gemacht werden können. NGOs wissen aber im Regelfall nicht, welcher Art von Erwerbstätigkeit ihre Spender nachgehen und ob sie nicht doch einkommenssteuer- oder gar nicht steuerpflichtig sind. Es besteht die Gefahr, dass in der Praxis jede Menge Spendendaten von Personen an den Staat übermittelt werden, für die das unnütz ist oder die das gar nicht wollen.

Da eine positive Auswirkung der Steuergeschenke an Spender auf das Spendenvolumen bislang nicht nachgewiesen ist, ist m. E. anzuraten, falls der Gesetzesvorschlag so kommt, auf die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zu verzichten. Damit erspart sich die NGO einen erheblichen administrativen Aufwand und läuft zudem nicht in Gefahr, dass Spender wegen Datenschutzbedenken ihre Zuwendungen einstellen.

Thomas Fontanari

19.9.2014: Tariferhöhung bei der Post

Wie die Post diese Woche mitgeteilt hat, wird sie per 1. März 2015 einige ihrer Tarife anheben.

Mit Briefmarke vollfrankiert wird der Standardbrief (bis inkl. 20g) nunmehr 68 Cent statt bisher 62 Cent kosten. "Standard Plus" (bis inkl. 50g) wird das Porto auf einen Euro statt bisher 90 Cent kommen. (s.:  http://www.post.at/downloads/PPV_Brief_National_2015.pdf)

Angehoben werden die Preise auch beim Produkt "Info.Mail", der früheren Massensendung. Beim Produkt "Info.Mail Classic" wird der Brief bis 20g nunmehr 32 statt bisher 29 Cent kosten. Entsprechende Preissteigerungen finden sich auch bei den verschiedenen Tarifstufen des "Info.Mail classic" bis 50g. (s.:  http://www.post.at/downloads/PPV_Info.Mail_gueltig_ab_1.3.2015.pdf)

Nicht erhöht wird das Porto bei dem für Zeitungen und Fundraisingpost offenstehenden vergünstigten Produkt "Sponsoring.Post".

Thomas Fontanari

1.8.2014: SEPA Umstellung abgeschlossen

Die SEPA-Umstellung ist mit heutigem Tag abgeschlossen. Ab sofort kann nur mehr mit "IBAN dem Schrecklichen" und ins Ausland zusätzlich mit BIC überwiesen werden. Überweisungen mit Kontonummer und Bankleitzahl werden nicht mehr angenommen. Auslandsüberweisungen innerhalb des SEPA Raumes sind zu den Inlandsgebühren durchzuführen.

Kaum Erleichterungen bringt SEPA im Zahlungsverkehr mit der Schweiz und Monaco. Beide sind Mitglied von SEPA, aber nicht des EWR. Es gilt daher nicht die EU Gebührenverordnung. Die Banken können weiter Auslandszahlungsverkehrsspesen verrechnen, auch wenn es sich um eine SEPA Überweisung in der Währung Euro handelt. Trotzdem ist es ratsam, Schweizer Förderern eine SEPA Überweisung in Euro nahezulegen, da sonst zusätzliche Wechselkursspesen anfallen. Der Zahlungsverkehr mit der Schweiz kann zudem länger als bis zum im SEPA-Raum ansonsten vorgeschriebenen nächsten Werktag dauern.

Thomas Fontanari

15.7.2014: Heißer Sommer bei Fontanari Fundraising

Aus thematischen Gründen musste ich heuer gleich für zwei Klienten die Schwerpunktarbeit in der Neuspenderakquisition in zeitliche Nähe zum Beginn der Sommerferien, und damit nicht wie üblich in den Advent, legen. Dabei hat sich ein Trend bestätigt, der bereits in die Fachliteratur (vgl.: Crole, o. J., Pos 631) Eingang gefunden hat: Der Advent wird als idealer Versandtermin, wahrscheinlich wegen Überforderung der Adressaten durch zu viele Zusendungen, zunehmend relativiert und erhält Konkurrenz durch den Sommer. "Gehobene" und ältere Personen, und somit die für Neuspendergewinnung interessanteste Gruppe, sind zur Hauptreisezeit mittlerweile verlässlich zuhause anzutreffen. Im Sommer quillt zudem der Postkasten nicht mit konkurrierenden Spendenbriefen über.

Für meine Klienten hat sich der sommerliche Zwang jedenfalls als Segen erwiesen. Mit einer Großspenderliste und dem Freundeskreis des einen Projekts, bzw. mit meiner größten themenspezifischen Liste andererseits, konnten wir sogar Gewinne bei der Akquise erzielen, was als großer Erfolg zu werten ist.

Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den nächsten Sommer.

Thomas Fontanari

1.7.2013: "Klasse statt Masse" in Version 2 (2. Auflage) online

Mein Qualitäts-Fundraising Buch "Klasse statt Masse" ist ab sofort in Version 2 bei amazon online. Ich danke allen Käufern und Unterstützern.

Thomas Fontanari

3.10.2012: "Klasse statt Masse. Das Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising-Handbuch"

Ich habe kürzlich über amazons "Kindle Direct Publishing" mein erstes Buch herausgegeben, das von meinem spezfischen Zugang zum Fundraising handelt:


Titel: Klasse statt Masse. Das Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising-Handbuch
Format: E-Book
Preis: 3,99 Euro
ASIN: B009C7564C


Zum Lesen eines amazon E-Books ist nicht unbedingt ein Kindle Lesegerät erforderlich. Der Text kann auf allen möglichen Bildschirmgeräten (PC, MAC, iPad etc.) mit Hilfe der jeweiligen sog. "Kindle Lese-Apps" angezeigt werden.

Thomas Fontanari

21.6.2012: "Giving in Austria"

Der typische Spender ist alt, weiblich und religiös. Trotzdem zeichnen diese Spenderinnen nicht für den Großteil des Spendenvolumens verantwortlich. Zu diesem Schluß kommt die letzten Monat veröffentlichte aufschlußreiche Studie "Giving in Austria. Einflußfaktoren auf das Spendenverhalten der österreichischen Bevölkerung" von Michaela Neumayr und Christian Schober. Wenn die oben beschriebene Personengruppe auch die meisten Spendenakte setzt, so sind alte, gut ausgebildete Personen beiderlei Geschlechts mit hohem Einkommen für den Großteil des finanziellen Spendenvolumens verantwortlich.

Auch sonst ist die Studie vom in meiner alltäglichen Arbeit und hier auf der Website beackerten Gegensatz zwischen der Häufigkeit der Spendenhandlung einerseits und der Durchschnittsspende bzw. dem absoluten finanziellen Volumen anderseits durchsetzt. So wird u.a. festgestellt, dass in den letzten Jahren das Spendenvolumen kontinuierlich steigt, während die Anzahl der Spenden sinkt. Weniger Menschen geben also je für sich und in Summe mehr. Eine beredte Bestätigung des von mir eingeschlagenen Wegs des Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising.

Was die Häufigkeit der Transfers betrifft, so führen Sammlung im Gottesdienst, Erlagschein (künftig: Zahlungsanweisung) sowie Haussammlung an der Wohnungstür praktisch gleichauf die Liste an. Alle anderen Transfermethoden folgen abgeschlagen, Telefonspenden sind selten und Internet sowie SMS werden sogar so wenig häufig genutzt, dass sie statistisch gar nicht greifbar sind. Seriöserweise sollte nach Veröffentlichung dieser Ergebnisse die Bewerbung dieser drei vermeintlich modernen Kanäle eigentlich eingestellt werden.

Was die Gegenüberstellung von Transfermethode und erzieltem Spendenvolumen betrifft, so sieht die Reihung anders aus. Auf Dauer- bzw. Abbuchungsaufträge entfällt mehr als ein Viertel , was die von mir bisher geäußerte Kritik an diesem mir aus verschiedenen Gründen unsympathischen Kanal leider in Frage stellt. Erlagscheine stellen knapp folgend ebenfalls mehr als ein Viertel des Spendenvolumens. Mit jeweils guten 10% schlagen Sammlung im Gottesdienst sowie Haussammlung zu Buche und knapp 7% gehen auf Benefizveranstaltungen zurück. Alle anderen Kanäle rangieren unter "Ferner liefen", Telefon, Internet und SMS sind auch was das Volumen betrifft völlig bedeutungslos. Mit dem hohen Volumen korrelierend sorgen die Dauer- bzw. Abbuchungsaufträge auch für die höchste Durchschnittszuwendung pro Jahr. Als über die Jahre stabilste Kanäle machen die Forscher Gottesdienst, Haussammlung und Erlagscheine aus.

Was die Spendenzwecke betrifft, so wiederholt sich der oben herausgearbeitete Gegensatz. Am häufigsten gespendet wird für die Kirche und die Feuerwehr. Am meisten Geld fließt aber in dieser Reihenfolge der Katastrophenhilfe, der Kirche und Kindern zu. Bei den Spendezwecken ist das Bild aber ausgeglichener als bei den anderen Analysen, diese drei erfolgreichsten Spendezwecke können nämlich lediglich 15, 13 und 11% auf sich ziehen und lassen anderen Anliegen so genügend Raum.

Im Bereich der steuerlichen Absetzbarkeit kann die Frage nach deren Nutzen, insbesondere im Gefolge der Ausweitung im Jahr 2009, von den Autoren nicht beantwortet werden, was meine Zweifel am Sinn dieser Maßnahme noch verstärkt.

Abschließend wird die bereits aus vom Linzer Public Opinion Institut publizierten Analysen bekannte hohe Korrelation zwischen Bekanntheitsgrad und Spendenbereitschaft bestätigt.

Die von der Wirtschaftsuniversität Wien herausgegebene Studie ist unter folgender URL kostenlos abrufbar:

https://www.wu.ac.at/npocompetence/research/abgeschlforsch/giving-austria/

Thomas Fontanari

29.5.2012: Spendenabsetzbarkeit

Aus gegebenem Anlaß nachfolgend eine Zusammenfassung der dzt. gültigen Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden.

Grundsätzlich ohne gesonderten Bescheid steuerlich absetzbar sind wie bisher Spenden an Organisationen auf einer taxativ aufzählenden Liste, welche Forschung bzw. Erwachsenenbildung dienen oder aus sonstigen Gründen gelistet sind. In die erste Kategorie fallen z.B. die Akademie der Wissenschaften, in die zweite die Freiwilligen Feuerwehren.

Weiters sind Spenden absetzbar, wenn sie an Organisationen erfolgen, die durch Bescheid spendenbegünstigt sind. In den Genuss der Spendenbegünstigungen können diese gelangen, wenn sie:

 

  • wissenschaftliche Zwecke verfolgen,
  • mildtätig sind,
  • Katastrophen- bzw. Entwicklungshilfe leisten,
  • Umwelt- bzw. Natur- oder Artenschutz betreiben oder
  • Tierheime unterhalten.

 

Begünstigte Organisationen müssen weiters den begünstigten Zweck "... im Wesentlichen (= zumindest 75% der Gesamtressourcen) ..." und rechtsgrundlagenmäßig ausschließlich verfolgen. Damit sind z.B. i.w.S. politisch ausgerichtete Initiativen üblicherweise von der Spendenbegünstigung ausgeschlossen.

Sind die Voraussetzungen gegeben, erfolgt ein sog. "Spendenbegünstigungsbescheid" und die Organisation wird auf der Website des Finanzministeriums in die Liste der über Bescheid begünstigten Spendenempfänger aufgenommen.

Links:
Erläuterung der Spendenabsetzbarkeit durch das Finanzministerium
Detailinformationen für mildtätige bzw. katastrophen- und entwicklungshelfende Organisationen
Detailinformationen für Organisationen, die dem Umweltschutz dienen oder Tierheime betreiben

Thomas Fontanari


Firmenbuchnummer: 211713v, HG Wien, Direktwerbe- u. Adressverlagsunternehmung
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